Information
bezüglich der Veranstaltung vom 29.11.2001 des Arbeitskreises
Ökologie: (Chri
12.12.2001)
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde
unter anderem das Ergebnis der
Diplomarbeit von Frau Rapp über
"Umweltgerechtes Leben in der Messestadt Riem"
vorgestellt.
Es waren im Sommer 2001 600 Fragebogen
verteilt worden, davon wurden 175 ausgefüllt zurückgeschickt.
94 % der Beteiligten waren deutsche
Staatsangehörige, über 50 % verheiratet, 69 % berufstätig,
alle gehörten der mittleren Einkommensschicht an. - Die
Bewohner der Messestadt zeigten deutliches Interesse an sauberer
Luft und hoher Qualität der Lebensmittel (aber nur 20 % der
Befragten wollten ökologische Produkte einkaufen (warum? - zu
teuer?).
Über der Hälfte gefällt
es hier gut, 87 % kennen die ökologischen Grundsätze.
Zu verbessern wären nach Ansicht
der Bewohner:
- die Einkaufsmöglichkeiten
- die Architektur
- der öffentliche Verkehr
- der Einsatz von Solaranlagen
- die Hausmüllsituation
- Abschaffung der Mobilfunkstationen
Supermarkt / Einkaufsmöglichkeit
An diesem Abend war auch Herr Wesinger
vom Planungsreferat der Stadt München anwesend und erklärte
auf Anfrage, daß wir zum Jahresende keinen SUPERMARKT
bekommen.
Der Grund: SPAR hatte bei der Stadt
Pläne eingereicht, die der Planungsbehörde überhaupt
nicht gefielen und abgelehnt wurden, weil zu simpel (Betonkasten mit
Dach drauf).
- Die Behörde machte SPAR zur
Bedingung, umzuplanen. Die Firma SPAR hat sich daraufhin nicht mehr
gemeldet, eine Umplanung also nicht vorgenommen (wahrscheinlich zu
teuer für die Übergangszeit von nur 2 Jahren bis zur
Eröffnung der Riem-Arcaden).
Frage an Herrn Wesinger: "Wer kommt
nun stattdessen?" - Seine Antwort auf eine kurze Formel
gebracht: "Nichts, wir haben keine anderen Interessenten und
die Stadt sei nicht schuld an dieser Situation".
Ich brauche das nicht zu
kommentieren, man erinnere sich nur an die Worte des OB im Sommer:
"Der Supermarkt wird spätestens am Jahresende eröffnet".
Fazit: Die Umfrage diente also
nur der Diplomantin, die Ergebnisse der Statistik und dem stilvollen
akademischen Dialog unter Fachleuten. Schlüsse für die
Praxis werden daraus nicht gezogen, ansonsten hätte die 1. und
wichtigste Aussage der Bevölkerung "Wir brauchen bessere
Einkaufsmöglichkeiten" alle Beteiligten elektrisieren
müssen.
Ob sich nochmals soviele Leute bereit
erklären werden, Fragen zu beantworten unter diesen Auspizien?