Herz, Hand, Mund
Stadtzeichen von Renata Stih und Frieder Schnock

Die drei Leuchtkörper markieren drei unterschiedliche Bereiche der Messestadt Riem. Sie sind nicht nur 6
Meter hohe Anschauungsobjekte, sondern kommunizieren mit dem Betrachter.
Herz, Hand, Mund werden zu neuen Orientierungsmarken im Stadtteil und
begleiten die BewohnerInnen der Messestadt Riem als feste Bezugspunkte in
der sich verändern-den Umgebung. Die Objekte beziehen sich nicht nur auf die
räumlichen Gegebenheiten, sondern auch auf die Lebenssituation der
BewohnerInnen - deren Erwartungen an die Messestadt als Lebensraum und deren
Vorstellungen von Kunst.

Die daraus entwickelten Stadtzeichen rücken den Menschen in den Mittelpunkt:
Das Herz steht als Symbol für das Gefühl, die Hand für die Handlung und der
Mund versinnbildlicht die Sprache. So bildet der Mund durch seine
Platzierung die Schnittstelle zwischen Wohn- und Messebereich. Zwischen
seinen Lippen tauchen in Leuchtschrift Gedanken des Alltags sowie Notizen
von Einkaufszetteln auf: „War der Hund draußen“, „Wo ist meine Brille“,
„Pommes Frites, Petersilie, Oregano“. Die große Hand im Gewerbegebiet, von
bunten Tafeln umgeben, bezieht sich auf die umgebende Betriebsamkeit von
Handel und Gewerbe, während das Herz wie der menschliche Herzschlag
pulsiert. Seine Leuchtschrift erzählt von Träumen, Idealen und Ängsten:
„Niemand mag mich“, „Ich bin toll“.

Standorte Herz: zentraler Grünzug unterhalb der Baustelle Stadtplatz, südlich der Erika-Cremer-Straße
Hand: Gewerbegebiet Nord-West, westlich der Feuerwehr
Mund: Grünstreifen auf der Willy-Brandt-Allee, Ecke Lehrer-Wirth-Straße
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Weitere Informationen kunstprojekte_riem
Dr. Claudia Büttner, Christina Kaufmann
Erika-Cremer-Str. 3, 81829 München
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