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Planung ist natürlich nicht schlecht oder gar falsch,
sie passt aber trotzdem nicht.
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Dies zeigen Anträge
und Briefe von den Elternbeiräten der Schulen und
AnwohnerInnen (ein
neuer Brief vom 21.06.2002) seit Jahren.
Natürlich sind die unterschiedlichen Phasen von der ersten
Idee über die Planung bis Heute nach bestem Wissen aller
Beteiligten initiiert und umgesetzt worden. Aber dennoch bleibt
das erhebliche Problem, auf das nicht nur in dieser Frage
mehrfach hingewiesen wurde, dass im Städtebau erheblich mehr
Kreativität erforderlich ist, die in den derzeitigen
Planungs- und Entwicklungsabläufen fehlt, da sie nicht
gesetzlich vorgeschrieben ist. Es gehören eben nicht nur
SpezialisInnen (hierzu zähle ich auch
ArchitektInnen) in diese Gremien sondern Menschen mit der
Möglichkeit Extremsituationen aller Kategorien und
Kombinationsformen zu simulieren oder wenigstens zu erahnen und
dabei durchaus prognostizierbare mögliche akute und
kontinuierliche Veränderungen mit einzubeziehen. Ganz
wesentlich ist die Beurteilung der Frage, welche Teil- oder
Fachbereiche müssen berücksichtigt und in die Planung
und Umsetzung mit einbezogen werden, auch wenn noch nicht
feststeht, um welche Bereiche es sich schliesslich handeln wird.
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Dazu gehört eben
ein bisschen 'Generalissimus', eine gute Portion Chaoserfahrung
und Theorie, das Wissen um die 'menschliche
Unzulänglichkeit', ein 'Gespür' für die
Früherkennung von Fehlerquellen und die Erkenntnis um die
eigene Fehlbarkeit und dies alles auf der Grundlage
unermesslicher Phantasie und Kreativität. Diese Dinge sind
vor allem in der Notwendigkeit ihrer Zusammenwirkung nur schwer
zu konstruieren und so sogar an der Universität immer nur in
Teilbereichen zu vermitteln. Auch wenn es zur Zeit an Kursen für
MediatorInnen, ModeratorInnen und KommunikatorInnen nur so
wimmelt, können diese erlernten Techniken auch bei
offensichtlich erheblicher persönlicher Eignung der
Lernwilligen, in der Regel nur zu einem Dienst als Prothese oder
Universaladapter genutzt werden, da eine 'tatsächliche'
Eignung der ProbantInnen zur effektiven Nutzung des Erlernten
weder Voraussetzung ist, noch geprüft wird.
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Wer kann das
schon? wird oft gefragt, aber die Ursache liegt tiefer
und so müsste die Frage lauten: Wer erkennt das
schon?
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Leider werden dann auch
Vorschläge von 'Real- oder Projektspezialisten', also jenen
Menschen die dann vor Ort die umgesetzten Planungen nutzen
sollen, oft gar nicht, nur zögerlich oder nur unter
erheblichem Druck zu Kenntnis genommen und nur selten einbezogen.
Dann sind nämlich oft nur Nachbesserungen möglich, die
das Ursprungskonzept nicht selten in Frage stellen.
Uwe Knietsch
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Neuer
Brief einer Anwohnerin an das KVR vom 21.06.2002
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