Film und Bearbeitung

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Aufnahmeformat
Super 8
16mm
Super 16mm
35mm
35mm CinemaScope
35mm Cinerama
35mm VistaVision
55mm CinemaScope
65mm Todd-AO
65mm IMAX
70mml

Material
Wahl des Materials
Negativfilm
Umkehrfilm
Trägermaterial



Super 8
Reines Amateur-Format, wird heute meist durch Video ersetzt ist. S8 wird manchmal als Stilmittel in professionellen Filmen eingesetzt.
Die Tonspur kann Magnetton sein. Die Herstellung von Filmkopien ist in wenigen Kopierwerken möglich.
Videotransfer und Vergrößerung auf 16mm oder 35mm ist möglich.
Vorführung im privaten Bereich.



16mm

Abmessungen etwa verdoppelt

Bisher vielseitig einsetzbares Format im Bereich Spiel- und Dokumentarfilm, Industriefilme, Trick- und Experimentalfilme. Spiel- und Dokumentarfilme die für den Kinoeinsatz geplant sind, werden manchmal aus Kostengründen auf 16mm produziert und später auf 35mm vergrößert.
Die Tonspur (einfach perforiert) kann Lichtton oder Magnetton sein.

Bild- und Tonschnitt an 16mm Schneidetischen.
Kopie auf 16mm, eine Vergrößerung auf 35mm ist möglich.
Reduktion auf S8 möglich.
Videotransfer vom Negativ oder Positiv ist in guter Qualität möglich.
Wurde bisher zu Vorführung in Schulen, Institutionen und dafür eingerichteten Kinos verwand.
Wird heute oft durch Video ersetzt.
Bildformat 1:1,33.



Super 16mm

Abmessungen etwa verdoppelt

Das Aufnahmematerial entspricht dem normalen einfach perforierten 16mm Film und wurde in den späten 60er Jahren von Rune Ericson entwickelt. Das Super 16mm Format benutzt den, beim 16-mm Film für den Ton oder die zweite Perforation freigehaltenen Bereich für weitere Bildinformation. Dies fällt besonders beim Vergrößern und 'Aufblasen' auf 35mm auf.
Das Format entspricht fast dem neuen 16:9 HDTV Fernsehformat 1:1,66 (USA HDTV Format ist 1:1,77) und gewann erst ab den 80er Jahren bei Fernsehproduktionen immer mehr an Bedeutung.

Bild- und Tonschnitt an S-16mm Schneidetischen.
Kopie auf 16mm, eine Vergrößerung auf 35mm ist möglich (keine 16mm Kopien mit Ton möglich).
Videotransfer vom Negativ oder Positiv ist in sehr guter Qualität möglich.
Vorführung nach Vergrößerung auf 35mm in Kinos.
Bildformat 1:1,66.


35mm

Abmessungen etwa verdoppelt

35mm ist das Standartkinoformat und kann weltweit in Kinos vorgeführt werden.
Die Tonspur kann Lichtton oder Magnetton sein.

Bild- und Tonschnitt an 35mm Schneidetischen.
Kopie auf 35mm ist möglich.
Reduktion auf 16mm und S8 möglich.
Videotransfer vom Negativ oder Positiv ist in sehr guter Qualität möglich.
Vorführung in Kinos.
Bildformat 1:1,33



35mm Breitwand (Europa)

Abmessungen etwa verdoppelt

1:1,66 mit Maske in Kamera oder im Labor
1:1,85 mit Maske in Kamera oder im Labor



35mm CinemaScope

Projektion:
Abmessungen etwa verdoppelt

Ein normaler 35mm-Film dient als Aufnahmematerial. Die Aufnahmen erfolgen mit einem anamorphotischen Objektiv. Die anamorphotischen Bilder werden vom Negativ auf die Kopie übertragen. Die Projektion muß ebenfalls mit einem anamorphotischen Objektiv erfolgen die die horizontal zusammengepreßten Bilder im ursprünglichen Verhältnis wieder entzerrt.

anamorphotisches Objektiv


Die Tonspur kann Lichtton oder Magnetton sein.

Bild- und Tonschnitt an 35mm Schneidetischen mit Spezialoptik oder verzerrt.
Die Herstellung von Filmkopien ist möglich.
Reduktion auf auf 35mm und 16mm ist möglich (Formatänderung).
Videotransfer ist möglich.
Vorführung in allen Kinos, die mit anamorpho- tischen Objektiven eingerichtet sind.
Bildformat 1:2,35


35mm Cinerama
Ein von drei 35mm Kameras synchron auf drei Filmstreifen so aufgenommener Film, deren Bilder sich an den Rändern in einer Art überlappen, daß sich bei der Projektion mit ebenfalls drei in exakt der gleichen Art wie die Kameras installierten Projektoren, ein in etwa das gesamte Sichtfeld eines Menschen ergebendes Bild mit einem äußerst wirklichkeitsnahen Effekt erzielt. Kameras, Objektive, Bildfenster, Projektoren, separate Tonquelle und Kino müssen toleranzfrei aufeinander abgestimmt sein.


35mm VistaVision


Ein auf 35mm mit einer Spezialkamera horizontal aufgenommener Film (8 Perfolöcher/Bild), der zur Projektion einen Spezialprojektor erfordert oder in einem optischen Verfahren auf üblichen 35mm Film umkopiert wird (90 Grad Drehung und Verkleinerung ca. 2,7:1) um dann mit normalen Projektoren vorgeführt werden zu können. Andere Kopiermöglichkeiten beschneiden in der regel den Bildausschnitt um Platz für Tonspuren zu schaffen.


55mm CinemaScope
Dieses Aufnahmematerial eignet sich durch seine Schärfe und Brillanz für sehr große Projektionsflächen. Die Aufnahme erfolgt mit einer Spezialkamera mit anamorphotischem Objektiven und Spezialbildfenster.

Bild- und Tonschnitt an 35mm Schneidetischen mit Spezialoptik oder verzerrt.
Kopie auf 55-mm-Positivfilm bei Verkleinerung von 8 auf 6 Perforationslöchern, um Platz für die Magnettonspuren zu schaffen oder Umkopieren auf 35mm (übliches CinemaScope, 4 Perforationslöcher) möglich.
Vorführung in dafür eingerichteten Kinos 55mm oder auf 35mm in jedem mit anamorphotischer Obtik ausgestatteten Kino.


65mm Todd-AO


Erfinder Michael Todd, von der American Optical Co.
65mm Breitwand mit heute 24 Bildern/Sekunde (früher 30). Äußerst realistischer Eindruck. 6 Magnettonspuren.
Um den Film vorführen zu können kann er 1:1 auf 70mm kopiert werden oder zur üblichen anamorphotischen Projektion auf 35mm.


65mm IMAX


Ein auf 65mm mit einer Spezialkamera horizontal aufgenommener Film (15 Perfolöcher/Bild), der zur Projektion auf 70mm kopiert wird, um in einem Spezialkino in dem der Betrachter sehr dicht vor der Leinwand sitzt, mit separater Tonquelle vorgeführt zu werden. Äußerst wirklichkeitsnahe Wirkung.


70mm


Sehr starke Bildwirkung.
Das Format wird je nach System vertikal oder horizontal verwendet.

Bild- und Tonschnitt auf 35mm reduzierter Filmkopie an 35mm Schneidetischen.
Die Herstellung von Filmkopien ist in wenigen Kopierwerken möglich.
Videotransfer auf 35mm reduzierter Filmkopie möglich.
Reduktion auf auf 35mm und 16mm ist möglich (Formatänderung!)
Vorführung in dafür eingerichteten Kinos.
Bildformat 1:2,2


MATERIAL
Die Wahl des jeweiligen Aufnahmematerials hängt von verschiedenen Faktoren ab:
1. Wann, Wo, Womit, Was -soll gedreht werden?
Tag / Nacht / Außen / Innen / Licht / Objektiv / Filter / usw.
2. Art der Bildgestaltung und des gewünschten Effekts.
(s/w oder Farbe, Empfindlichkeit, ...)
3. Art der Präsentation (Kinoprojektion, TV,....)


Negativfilm
Das Aufnahmematerial ist ein Negativ von dem im Kopierwerk ein Positiv gezogen wird. So bleibt das Original weitgehend erhalten und die Qualitätsverluste durch den Kopiervorgang vernachlässigbar.


Umkehrfilm
Das Aufnahmematerial ist nach dem Entwickeln bereits ein den tatsächlichen Farben entsprechendes Positiv. Das ursprünglich zu aktuellen Sendungen von Fernsehanstalten gerne genutzte Medium (Heute Video) kann zwar schnell verwendet und somit gesendet werden, ist auf Grund des erheblichen Qualitätsverlustes nach möglichen Kopien allerdings für andere Zwecke, ausgenommen besondere Effekte, eher ungeeignet.



Trägermaterial
Das leicht brennbare Zellulosenitrat wurde Ende der 50er Jahre abgelöst. Das heute noch verwendete Triacetat wird langsam durch verschiedene Polyester abgelöst, die extrem reißfest sind.


wird fortgesetzt



Uwe KnietschTML>